Akkuschrauber Drehmoment – Das Maß aller Dinge

Beim Kauf eines neuen Akkuschraubers spielen viele Zahlen eine Rolle. Die Akkukapazität gibt Auskunft über die möglichen Einsatzzeiten, das Gewicht lässt Rückschlüsse auf die Handhabung der Maschine zu. Und das Akkuschrauber Drehmoment ist ein zuverlässiges Maß für die Kraft, mit der Sie in Zukunft schrauben und bohren werden. Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie Sie das Akkuschrauber Drehmoment einstellen und welche Drehmoment-Stufen Sie für welche Arbeit benutzen können. Außerdem gehen wir der Frage nach, ob Sie wirklich immer und überall das letzte Bisschen Drehmoment benötigen, oder ob es sich lohnt, an der richtigen Stelle Geld zu sparen.

Wie sie das Akkuschrauber Drehmoment einstellen

Das Drehmoment eines Akkuschrauber ergibt sich aus einer Kombination von Leistung und Umdrehungsgeschwindigkeit. Kritische Bauteile sind deshalb Akku und Elektromotor. Aus ihrem Zusammenspiel resultiert die Kraft, die Ihnen letztendlich beim Schrauben und Bohren zur Verfügung steht. Angegeben wird das Akkuschrauber Drehmoment in der Größe Nm (sprich: Newtonmeter). Je höher diese Zahl ausfällt, desto mehr Kraft bringt die Maschine am Bohrfutter auf.

Einfache und sehr preiswerte Akkuschrauber bieten oft nur ein einziges Drehmoment. In der Regel lässt sich bei Profimaschinen und Heimwerkerschrauber jedoch das Akkuschrauber Drehmoment einstellen. Hierzu verfügen die Akkuschrauber über ein Stellrad mit einigen verwählbaren Drehmomenteinstellungen. Einen direkten Aufschluss bezüglich der resultierenden Kraft geben diese Stufen nicht direkt. Mit ein wenig Erfahrung sind sie aber ein zuverlässiges Maß bei der Arbeit in verschiedenen Materialien.

Wohldosiertes Akkuschrauber Drehmoment: Stufen helfen beim Schrauben

Viele Akkuschrauber sind mit 16 Drehmomentstufen ausgestattet. Bei Schlagbohrschraubern kommt noch eine zusätzliche Stufe mit Schlag dazu. Hier lautet die entsprechende Bezeichnung dann oft 16+1 Stufen.

Anhand eines 16-stufigen Schraubers wollen wir Ihnen Beispiele für die mögliche Verwendung der unterschiedlichen Akkuschrauber Drehmoment Stufen geben:

  • Stufen 1 – 2: Schrauben in Materialien, wie Gipskartonplatten, Anziehen kleinerer Möbelschhrauben
  • Stufen 3 – 5: Schrauben in weichem Holz wie Fichte, anziehen von Metallschrauben
  • Stufen 6 – 10: Schrauben in hartem Holz, wie buche oder Stein
  • Stufen 11-16: Schrauben in sehr harten Materialien, wie Beton, Arbeit mit sehr großen Schrauben

Diese Liste kann natürlich nur erste Anhaltspunkte liefern. Mit der Zeit werden Sie lernen, das Akkuschrauber Drehmoment immer besser einzuschätzen. Fangen sie im Zweifel lieber mit einer tieferen Stufe an, denn nichts ist hässlicher, als eine zu tief versenkte Schraube. Beim Verarbeiten von Gipskartonplatten können zu tief versenkte Schrauben sogar richtig gefährlich werden, da hier mitunter die gewünschte Befestigungswirkung nicht mehr gegeben ist.

Wie viel Akkuschrauber Drehmoment muss es überhaupt sein?

Passionierte Heimwerker werden auf die Frage nach dem Drehmoment antworten: „Alles, was geht!“ Doch muss es das wirklich immer sein? Ein hohes Drehmoment bedingt leistungsstarke Akkus und die sind teuer. Fragen Sie sich also, wozu Sie Ihren Akkuschrauber wirklich brauchen. Zum gelegentlichen Zusammenbau einiger Möbel reicht auch ein kleinerer Schrauber, für den Sie dann hochwertiges Zubehör erwerben können.

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(Stand: 15.11.2019 / * = Affiliate-Links / Bilder-Quelle: Amazon-Partnerprogramm) (?)